Für Verbraucher Informativ

Diesel Fahrverbote - welche Städte sind betroffen?

Seit 2018 gibt es erste Diesel Fahrverbote - doch welche Städte sind betroffen? Immer mehr Städte sind inzwischen vom Diesel Fahrverbot betroffen: Hamburg, Stuttgart, Darmstadt. Berlin gehört seit Ende 2019 ebenfalls zu den vom Dieselfahrverbot betroffenen Städten. Und zahlreiche weitere Städte könnten 2020 dazu kommen - denn die Deutsche Umwelthilfe hat dutzende Städte im Auge und für die Einhaltung der europäischen Grenzwerte geklagt. Viele Verfahren laufen noch und werden durch Berufungen in die Länge gezogen. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, lohnt sich ein regelmäßiger Blick in unsere Liste aller vom Diesel Fahrverbot betroffenen Städte.

 

 

 

Gratis Beratung

Wir beraten Sie gerne, wenn Sie sich über die Möglichkeit Ihr Fahrzeug zurückzugeben informieren wollen.

Fahrverbote.tips, das Verbraucherportal zum Thema Fahrverbote.


  • Unverbindlich! Kostenfrei! Ohne Risiko!
  • Über 20.000 geprüfte Verträge
  • Schluss mit dem Wertverlust
  • Raus aus dem Abgasskandal
  • Keine Angst vor Fahrverboten
  • Anwalt für Autofahrer
  • TOP Kanzlei für Verbraucher
Rechtsschutzversicherung vorhanden?
Haben Sie Ihr Fahrzeug finanziert?

Hamburg:

Hamburg war die erste Stadt, die ein Dieselfahrverbot eingeführt hat – und das ganz ohne verklagt zu werden, sondern freiwillig – sozusagen, um einer Klage zuvor zu kommen, die ohne die Einführung des Fahrverbots sicher auf die Stadt zugekommen wäre. Seit dem 31.05.2018 gilt das Fahrverbot für Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 und schlechter. Es umfasst allerdings nur zwei Straßen – die Max-Brauer-Allee und die Stresemannstraße, in letzterer gilt das Dieselfahrverbot nur für LKW über 3,5 Tonnen. Erste Messungen ergeben widersprüchliche Ergebnisse. Klar gesunken sind die Stickstoffdioxidwerte auf jeden Fall nicht. Es bleibt abzuwarten, ob dies noch passieren wird, oder ob sich das Dieselfahrverbot in Hamburg in seiner jetzigen Form als nutzlos erweisen wird. Ob oder wie es dann ausgeweitet werden könnte, ist aber unklar. Die Strafen für einen Verstoß liegen mit 20 Euro für PKW und 75 Euro für LKW relativ niedrig, zumindest im Verhältnis zu den anderen Städten. Zudem gibt es großzügige Ausnahmen, die nicht nur Anwohner und deren Besucher mit einschließen, sondern auch Supermarktkunden und Angestellte von Unternehmen, die in den Straßen ansässig sind.

Im Dezember 2019 entschied das Oberverwaltungsgericht Hamburg, dass die Fahrverbote in ihrer jetzigen Form nicht ausreichend sind, um die Grenzwerte so schnell wie möglich zu erreichen. Der Luftreinhalteplan muss fortgeschrieben werden. Dabei müssen auch streckenbezogene und zonale Fahrverbote mit aufgenommen werden. Ob und wann diese tatsächlich eingeführt werden, wird aus den neuen Prognosen aus dem Plan hervorgehen.

Stuttgart:

Stuttgart war die zweite Stadt, die Fahrverbote einführte. Im Gegensatz zu Hamburg ist hier allerdings die gesamte Umweltzone, das heißt das gesamte Stadtgebiet betroffen. Das Fahrverbot wurde in mehreren Schritten eingeführt. Zunächst galt es ab dem 01.01.2019 für alle Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 und schlechter. Stuttgarter profitierten zunächst von einer Ausnahme, seit April 2019 gilt das Fahrverbot aber auch für sie. Und ab dem 01.07.2019 sollten auch Fahrverbote für Euro 5 Diesel in den Luftreinhalteplan aufgenommen werden. Lange weigerte Stuttgart sich, diesen nächsten Schritt zu gehen, doch das Urteil des Gerichts steht fest. Ab dem 01. Januar 2020 galten schließlich auch Fahrverbote für Euro 5 Diesel. Allerdings zunächst nur auf vier Straßenabschnitten. Ab dem 01.07.2020 wurde das Fahrverbot für Euro 5 Diesel ausgeweitet. Es gilt seitdem im Stuttgarter Talkessel, sowie in den Stadtteilen Bad Cannstatt, Zuffenhausen und Feuerbach. Die Strafen für das unerlaubte Befahren der Fahrverbotszone liegen bei 108,50 Euro. Die Ausnahmeregelungen zum Fahrverbot sind in Stuttgart sehr streng geregelt. Weder Anwohner noch Angestellte, die in der Stadt arbeiten, bekommen eine generelle Ausnahmegenehmigung. Diese gilt (abgesehen von Polizei, Rettungswagen und ähnlichen Fahrzeugen) nur für den geschäftsmäßigen Lieferverkehr.

Darmstadt:

Darmstadt hat zum 01.06.2019 ein Fahrverbot für Euro 5 Diesel und schlechter sowie für Euro 2 Benziner und schlechter eingeführt. Es gilt aber nur in zwei Straßen – in der Hügelstraße und der Heinrichstraße. Das Fahrverbot kam durch eine außergerichtliche Einigung zwischen dem Land Hessen und der Deutschen Umwelthilfe zustande. Wer sich nicht an das Fahrverbot hält, muss mit Strafen von bis zu 108,50 Euro rechnen. Für Anwohner der beiden Straßen und auch für Taxis gilt eine Übergangsregelung bis zum Sommer 2020. Bis dahin dürfen sie die Straßen in jedem Fall weiter befahren.

Berlin:

In Berlin sollte es ab dem 01.07.2019 ein Dieselfahrverbot für Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5 und schlechter geben. Die Einführung verzögerte sich jedoch immer wieder, doch seit Dezember 2019 gelten die Diesel Fahrverbote auch in Berlin und zwar auf 8 Straßenabschnitten über die Stadt verteilt. Grundlage der Einführung des Fahrverbots war ein Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin. Für Anwohner der betroffenen Straßen gilt das Fahrverbot in Berlin zunächst nicht. Ebenso dürfen auch Handverkehr, Lieferanten und Taxis weiterhin die Fahrverbotszonen befahren, egal ob sie eigentlich betroffen wären oder nicht. Das Bußgeld liegt bei 25 Euro für PKW fahrer und 75 Euro für LKW Fahrer.

Bonn:

Bonn wird um Fahrverbote herumkommen. Darauf einigten sich das Land und die DUH in einem Vergleichsgespräch im Januar 2020. Dafür muss die Stadt aber ein Maßnahmenpaket umsetzen, damit die Stickstoffdioxidwerte gesenkt werden können. So wird auf der Reuterstraße nur noch Tempo 30 gelten. Der Verkehr Richtung Bad Godesberg soll auch nicht mehr über die viel belastete Reuterstraße führen.

Aachen:

Ende Juli entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass der Luftreinhalteplan von Aachen rechtswidrig ist und überarbeitet werden muss. Das Verwaltungsgericht hatte die Stadt zunächst zur Einführung von Fahrverboten verurteilt, doch Aachen legte Berufung ein. Allerdings schrieb das OVG keine Fahrverbote vor. Stattdessen erwartet es von Aachen einen Luftreinhalteplan mit aktuelleren Zahlen und korrekten Prognosen. Erst anschließend müsste noch einmal geprüft werden, ob die Grenzwerte eingehalten werden können oder nicht.

Köln:

Am 12.09.2019 entschied das OVG Münster: Der Luftreinhalteplan der Stadt ist rechtswidrig und muss überarbeitet werden. Fahrverbote für Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 und älter müssen aufgenommen werden! Die Umsetzung soll unverzüglich beginnen, wann genau die Fahrverbote eingeführt werden, ist aber noch nicht abzusehen. Zumal das Land Berufung einlegte und nun das Bundesverwaltungsgericht Leipzig endgültig entscheiden muss. UPDATE: Am 04.06.2020 konnten sich Stadt, Land und die DUH bei Vergleichsgesprächen auf ein Maßnahmenpaket einigen, das die Einführung eines Fahrverbots nicht mehr nötig macht. Bessere Luft soll stattdessen durch mehr Radwege und höhere Parkgebühren erreicht werden.

Mainz:

Die Mainzer schienen zunächst um ein Fahrverbot herumzukommen. Das Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Stadt Fahrverbote einführen muss, aber nur, wenn die Stickstoffdioxidwerte im ersten Halbjahr 2019 weiterhin zu hoch sind. Sollten sie nicht weit genug gesunken sein, könnten Fahrverbote schon im Juli 2019 eingeführt werden. Betroffen wäre vermutlich das Bleichenviertel, da hier die Sickstoffdioxidwerte am höchsten sind. Das Fahrverbot in Mainz könnte Fahrer von Euro 5 Dieseln und Euro 2 Benzinern, bzw. Fahrzeuge mit schlechteren Abgasnormen treffen. Die Messungen haben ergeben, dass die Werte nur noch sehr knapp über dem Grenzwert liegen - daher wird zunächst auf ein Fahrverbot verzichtet. Sollten die Werte stagnieren, kann ein Fahrverbot aber immer noch eingeführt werden. Dazu kam es letztendlich in 2020. Ab dem 01. Juli soll ein Fahrverbot für Diesel mit der Abgasnorm 5 und darunter, sowie für Benziner mit den Abgasnormen 1 und 2 gelten. Es betrifft die so genannte Rheinachse. Aufgrund der Corona-Krise wurde die Einführung des Fahrverbotes um drei Monate auf den 01. Oktober verschoben. Im Sommer wurde die Einführung eines Fahrverbots erneut verschoben, auf mindestens Februar 2021. Die Messwerte hatten sich in der Zwischenzeit soweit gebessert, dass ein früherer Start nicht mehr nötig erscheint. Zudem würde ein Fahrverbot nur noch für Euro 4 Diesel und darunter gelten und nicht mehr auf der gesamten Rheinachse, sondern entweder auf der Rheinallee oder auf der Rheinstraße. Im Oktober schließlich kam die Meldung, dass sich die Deutsche Umwelthilfe und die Stadt Mainz auf weitere Maßnahmen geeinigt haben, die die Einfühung eines Fahrverbots nun doch nicht mehr nötig machen sollen.

Wiesbaden:

Auch in Wiesbaden werden Fahrverbote zumindest vorerst nicht eingeführt werden. Die Deutsche Umwelthilfe zeigte sich zufrieden mit dem neuen Luftreinhalteplan, der vorsieht, auch ohne Fahrverbote die Grenzwerte für Stickstoffdioxid zu erreichen. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass die Grenzwerte bis Ende 2020 an allen Messstellen erreicht werden können. Zuletzt wurden sie noch an zwei Stellen überschritten.

Reutlingen:

Reutlingen wurde bereits im März 2019 vom Verwaltungsgericht Mannheim dazu verurteilt, Fahrverbote einzuführen, hat in dieser Richtung aber bisher nichts unternommen. Im Mai legte die Stadt Revision gegen dieses Urteil ein, so dass letztendlich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 27.02.2020 entschied. Demnach sind Fahrverbote unverhältnismäßig, wenn Prognosen zeigen, dass die Grenzwerte in Bälde erreicht werden. So ist es in Reutlingen. Die Stadt geht davon aus, dass der Schnitt für das Jahr 2020 unter 40 Mikrogramm liegen wird. Somit kommt die Stadt um Fahrverbote herum.

München:

Fahrverbote in München sind ein heikles Thema. Denn der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Stadt zur Einführung von Fahrverboten verurteilt und dieses Urteil ist auch rechtskräftig. Doch München weigert sich, das Urteil umzusetzen, da die Stadt Fahrverbote für unverhältnismäßig hält. Bereits mehrfach musste Bayern Zwangsgelder bezahlen, weil es dem Urteil nicht nachkam. Als nächster Schritt könnte eine Zwangshaft für bayerische Beamte oder gar den Ministerpräsidenten drohen. Ob und wann in München tatsächlich Fahrverbote eingeführt werden, steht daher in den Sternen.

Essen:

Am 05. Dezember 2019 konnte das OVG Münster in einem Schlichtungsgespräch zwischen Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Umwelthilfe erfolgreich vermitteln. Man einigte sich auf ein umfassendes Maßnahmenpaket, um die Luft sauberer zu bekommen. Fahrverbote sind damit vorerst vom Tisch. Ende 2020 wird allerdings erneut überprüft, ob die Grenzwerte eingehalten werden. Wenn nicht, muss man sich erneut zusammensetzen und Fahrverbote diskutieren.

Gelsenkirchen:

Auch zu Gelsenkirchen gab es Vergleichsgespräche. Das OVG Münster vermittelte zwischen der Stadt bzw. dem Land und der DUH. In Gelsenkirchen ist in erster Linie die Kurt-Schuhmacher-Allee von erhöhten Stickstoffdioxidwerten betroffen. Ergebnis der Vergleichsverhandlungen war, dass die Stadt zunächst keine Fahrverbote einführen muss. Stattdessen einigte man sich auf andere Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass die Grenzwerte so schnell wie möglich erreicht werden.

Frankfurt am Main:

Viele Städte sind zur Einführung eines Fahrverbots verurteilt worden und haben daraufhin Berufung eingelegt, so auch Frankfurt am Main. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel entschied am 10.12.2019, dass ein flächendeckendes Fahrverbot in Frankfurt unverhältnismäßig sei. Das Land Hessen hatte bis Ende 2020 Zeit, den Luftreinhalteplan der Stadt zu überarbeiten. Ende September lag dieser vor und umfasste dabei auch Fahrverbote. Diese würden dann für Diesel mit der Abgasnorm Euro 5 und darunter, sowie auch für Benziner mit der Abgasnorm Euro 2 und darunter gelten. Betroffen wäre das gesamte Gebiet innerhalb des Anlagenrings, sowie der Bereich Höchst/Unterliederbach, die Straße Am Erlenbruch (zwischen Lahmeyer-Straße und Johanna-Tesch-Platz), die Mainzer Landstraße (zwischen Platz der Republik und Taunusanlage) und die Gutleutstraße (zwischen Mainluststraße und Untermainanlage). Eingeführt werden können diese Fahrverbote jedoch frühestens zum 01.07.2021.

Dortmund:

Die Deutsche Umwelthilfe hatte die für Dortmund zuständige Bezirksregierung vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen aufgrund von zu hohen Schadstoffwerten verklagt. Nun ist sich dieses aber nicht sicher, ob es überhaupt für diesen Fall zuständig ist und wartet dazu auf eine Entscheidung vom OVG Münster. Denn nach einer Gesetzesänderung im Jahr 2017 sollen neuere Klagen eigentlich direkt an das OVG Münster gehen. Im Januar vermittelte das Oberverwaltungsgericht Münster zwischen der Stadt Dortmund, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Umwelthilfe. Die Beteiligten einigten sich auf einen Vergleich. Dabei konnte man sich auf Maßnahmen einigen, die die Einführung eines Fahrverbots nicht notwendig machen.

Bochum:

Genau wie mit vielen anderen Städten in Nordrhein-Westfalen verhält es sich auch mit Bochum. Das Ergebnis von Vergleichsgesprächen, die am 12. Februar zwischen der DUH auf der einen und Stadt und Land auf der anderen Seite stattfanden, gab das OVG Münster am 28. Februar bekannt. Bochum muss zunächst keine Fahrverbote einführen. Andere Maßnahmen sollen für eine ausreichende Senkung der Stickoxidwerte sorgen.

Halle:

Auch in Halle ist die Lage zu möglichen Fahrverboten unklar. Das Amtsgericht hat die ihm vorliegende Klage an das Oberverwaltungsgericht Magdeburg abgegeben. Dieses soll nun entscheiden, ob Fahrverbote in Magdeburg eingeführt werden müssen. Zuletzt konnten die Grenzwerte an allen Messstellen eingehalten werden.

Hannover:

Die Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich möglicher Fahrverbote in Hannover hat das Verwaltungsgericht an das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg abgegeben. Wann dort allerdings eine Entscheidung fällt, ist nicht bekannt. Auch weitere Einzelheiten zu einem möglichen Fahrverbot in Hannover sind unklar. An der Friedrich-Ebert-Straße wurde der Grenzwert allerdings auch 2019 deutlich überschritten.

Heilbronn:

Die Klage der Deutschen Umwelthilfe wegen zu hoher Stickstoffdioxidwerte in Heilbronn liegt beim Verwaltungsgerichthof in Mannheim. Wann es zu einer Entscheidung kommen wird und wie ein mögliches Fahrverbot in Heilbronn aussehen könnte ist jedoch unklar. An der Weinsberger Straße wurde für 2019 jedoch ein Durchschnittswert von 47 Mikrogramm gemessen - eindeutig zu viel.

Kiel:

Das Oberverwaltungsgericht Schleswig erklärte im Juni 2020 den aktuellen Luftreinhalteplan von Kiel für unzureichend. Der Aufbau von Filteranlagen sei nicht geeignet, um schnellstmöglich die Grenzwerte zu erreichen. Ein Fahrverbot für Diesel bis inklusive der Abgasnorm Euro 5 soll nun auf dem Theodor-Heuss-Ring eingeführt werden. Allerdings wurde die Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht zugelassen. Die Kieler können also wohl noch abwarten, bis dieses Gericht endgültig entscheidet.

Ludwigsburg:

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat im November 2019 das Bundesland Baden-Württemberg dazu verurteilt, Fahrverbote in den Luftreinhalteplan für Ludwigsburg aufzunehmen. Anfang 2020 wurde ein Durchschnittswert von 46 Mikrogramm für das vergangene Jahr an der Friedrichstraße bekannt, der jedoch nicht repräsentativ sein soll. Letztendlich wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über diesen Fall entscheiden müssen.

Oberhausen:

Dem OVG Münster liegt eine Klage der Deutschen Umwelthilfe wegen zu schlechter Luft in Oberhausen vor. Anfang Februar trafen sich Stadt, Land und DUH zu Vergleichsgesprächen, bei dem das OVG Münster als Vermittler agierte. Das Ergebnis: Fahrverbote in Oberhausen sind nicht nötig. Dafür gilt auf der Mülheimer Straße ein ganztätiges Fahrverbot für LKW. Zusätzlich sollen weitere Maßnahmen für bessere Luft sorgen.

Offenbach:

Offenbach muss mit der Einführung eines temporären streckenweisen Fahrverbots rechnen, denn an zwei Messstellen werden die Grenzwerte nicht erreicht. Wann das Oberverwaltungsgericht Kassel hierzu entscheiden wird, ist noch nicht bekannt.

Paderborn:

Paderborn ist eine der vielen Städte, mit denen sich das Oberverwaltungsgericht Münster beschäftigen muss. Am 12. Februar 2020 fand ein Vergleichstermin statt - die Ergebnisse gab das Gericht am 28. Februar bekannt. Demnach sind Fahrverbote nicht notwendig, um die Stickoxidwerte schnellstmöglich unter den Grenzwert zu senken. Unter anderem soll dafür die kommunale Busflotte auf die Abgasnorm Euro 6 nachgerüstet werden.

Bielefeld:

Das Oberverwaltungsgericht Münster beschäftigt sich ebenfalls mit möglichen Fahrverboten in Bielefeld. Nachdem am 12. Februar ein erfolgreicher Vergleichstermin absolviert werden konnte, wurden die Ergebnisse hierzu am 28. Februar bekannt gegeben. Bielefeld muss demnach keine Fahrverbote für Diesel einführen. Mit zahlreichen alternativen Maßnahmen soll es dennoch gelingen, den Grenzwert möglichst kurzfristig zu erreichen.

Hagen:

Auch Hagen gehört zu den Städten, über deren Schicksal das Oberverwaltungsgericht Münster entscheidet. Am 11.02.2020 fand ein Vergleichstermin statt. Das Ergbnis hierzu wurde am 28.02.2020 veröffentlicht. Am Märkischen Ring soll Tempo 30 gelten. Zudem werden zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt. Dafür bleibt der Stadt ein Diesel Fahrverbot erspart.

Wuppertal:

Am 27.03.2020 findet ein Vergleichstermin statt, bei dem das OVG Münster zwischen Stadt und Land auf der einen und DUH auf der anderen Seite vermitteln will. Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid wurden allerdings auch 2019 noch an mehreren Messstellen überschritten. Wie Ende April bekannt gegeben wurde, konnte der Vergleich jedoch so erreicht werden, dass keine Diesel Fahrverbote in Wuppertal eingeführt werden. Stattdessen wird es in einigen Straßen Tempo 30 oder 40 als Begrenzung geben, sowie an besonders belasteten Stellen verkehrsabhängige Ampelschaltungen.

Düsseldorf:

Düsseldorf war ursprünglich vom Verwaltungsgericht dazu verurteilt worden, Fahrverbote zu prüfen. Das tat man und kam zu dem Schluss, dass diese nicht nötig seien. Daraufhin klagte die Deutsche Umwelthilfe erneut und nun muss das OVG Münster über mögliche Fahrverbote in Düsseldorf entscheiden.

Backnang:

Eine Klage gegen Backnang ist anhängig. Wann der Verwaltungsgerichtshof Mannheim über die möglichen Fahrverbote in Backnang entscheiden wird, ist jedoch nicht bekannt. Die Werte von 2019 lagen im Schnitt bei 39 Mikrogramm, also unter dem Grenzwert.

Düren:

Auch über Fahrverbote in Düren sollen die Richter am OVG Münster entscheiden. Sie bevorzugen jedoch einen Vergleich zwischen den Streitparteien. So traf man sich am 12. Februar 2020 und konnte sich darauf einigen, dass keine Fahrverbote nötig sein werden. Stattdessen sollen unter anderem einige Maßnahmen auf der Euskirchener Straße dafür sorgen, dass die Grenzwerte möglichst schnell erreicht werden.

Esslingen:

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat eine Klage der Deutschen Umwelthilfe auf dem Tisch, die sich auf Fahrverbote in Esslingen bezieht. Wann hierüber entschieden wird, ist jedoch nicht bekannt. Zuletzt lagen die Werte unter dem Grenzwert.

Limburg:

Über mögliche Fahrverbote in Limburg wird der Verwaltungsgerichtshof Kassel entscheiden. Ein Termin steht noch nicht fest. Allerdings lagen auch in 2019 die Stickstoffdioxidwerte über dem Grenzwert. Die Einführung eines Fahrverbots ist also durchaus wahrscheinlich.

Marbach:

Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim muss sich mit möglichen Fahrverboten in der Stadt befassen. Wann es das tun wird, ist jedoch unklar. Allerdings lagen die Werte zuletzt unter dem Grenzwert.

Oldenburg:

Seit 2019 werden die Grenzwerte in Oldenburg eingehalten, insofern ist zu vermuten, dass die Klage der DUH erfolglos sein wird. Wann sich das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg mit möglichen Fahrverboten in Oldenburg beschäftigen wird, ist allerdings nicht bekannt.

FAQ Diesel Fahrverbote - welche Städte sind betroffen?

Wie ist der Stand beim Diesel Fahrverbot in Berlin?

Die Fahrverbote in Berlin sollten eigentlich schon zum 01. Juli 2019 gelten. Doch die Einführung musste mehrfach verschoben werden. Erst dauert es länger, als gedacht den neuen Luftreinhalteplan umzuschreiben. Dann mussten die Verkehrsschilder extra bestellt werden. Und schließlich müssen diese aufgrund ihrer Größe besonders fest im Boden verankert werden - alleine der Beton muss 28 Tage trocknen. Aber seit Anfang Dezember 2019 gilt das Diesel Fahrverbot auch in Berlin.

In welchen Städten gibt es Diesel Fahrverbote?

Als erste Stadt führte Hamburg im Sommer 2018 ein Diesel Fahrverbot ein. Es folgte zu Anfang 2019 Stuttgart und anschließend Darmstadt. Nach vielen Verzögerungen gilt seit Herbst 2019 auch in Berlin ein Diesel Fahrverbot.

In welchen Städten sind Benziner vom Fahrverbot betroffen?

Bisher hat nur Darmstadt ein Fahrverbot eingeführt, das neben Diesel Fahrzeugen auch Benziner betrifft. Da aber Verfahren zu zahlreichen Städten noch offen sind, kann es durchaus sein, dass es in Zukunft auch in anderen Städten Fahrverbote für Benziner geben wird. Mögliche Städte sind Bonn, Aachen, Köln und Mainz.

Wie wollen die Städte das Fahrverbot kontrollieren und wie hoch sind die Strafen?

Die Polizei hat in vielen Städten bereits angekündigt, dass eine flächendeckende Kontrolle wohl nicht möglich sein wird. Es soll aber stichprobenartige Kontrollen geben. Die Bußgelder werden in der Regel erst zur Einführung eines Fahrverbotes festgesetzt. In Stuttgart wird man inklusive Verwaltungskosten 108,50 Euro los. In Hamburg droht nur ein Verwarnungsgeld von 25 Euro für PKW Fahrer und 75 Euro für LKW Fahrer.

Weitere Fragen und Antworten rund um das Diesel Fahrverbot finden Sie hier!

Ist Ihr Diesel von Fahrverboten betroffen?

Gratis Erstberatung - kostenlos, unverbindlich, bundesweit:


Wir geben Ihren Diesel zurück!
PS: Geht auch für finanzierte Benziner.

Reichen Sie Ihren Kauf oder Darlehensvertrag zur Prüfung ein:

Nur eine Datei möglich.
200 MB Limit.
Erlaubte Dateitypen: gif jpg png bmp eps tif pict psd txt rtf html odf pdf doc docx ppt pptx xls xlsx xml avi mov mp3 ogg wav bz2 dmg gz jar rar sit svg tar zip.

© HAHN Rechtsanwälte 2019